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Julian Dillier, Virgilio Masciadri, Erwin Messmer, Alex Sadkowsky: Zeitzünder 6

Zeitzünder 6

Vier Gedichtbände in einem
1992 192 Seiten
ISBN 978-3-85830-062-1

Im 6. Zeitzünder sind ungemein kräftige Mundartgedichte des grossen, im Januar 2001 gestorbenen Obwaldner Poeten Julian Dillier zu finden, die unter dem Titel «Gredund anderi niwi Gedicht» zusammengefasst sind und von Stammtischhelden berichten, die vor allem über Asylanten und Fremde schimpfen. Ganz anders wieder die Lyrik des jungen Aargauers italienischer Herkunft, Virgilio Masciadri. Er bringt ungeheuer viel Bildung und Wissen in seine Gedichte ein - jedoch mit einer poetischen Intensität, die fern langweiliger Gedankenpoesie beheimatet ist und deutlich macht: Hier betritt einer die lyrische Bühne, die mit Gewissheit keine Eintagsfliege bleiben wird. Das gilt auch für den Ostschweizer (und bekannten Organisten) Erwin Messmer. Politischer Mensch wie Dillier, beschwört er Kaputtes und Schönes, ironisiert, spart aus, kritisiert, hebt in den Himmel und schmeisst zur Erde - und schreibt letztlich einfach Gedichte, die wirklich Gedichte sind. Das Schlussstück des faszinierenden Buches bestreitet Alex Sadkowsky, dessen Bilder und Radierungen keiner grossen Lobpreisung bedürfen und der nicht nur ein grossartiger Maler, sondern ebenso ein verflixt eigenständiger Poet ist. Wer seine Gedichte liest, meint desöftern, so, jetzt weiss ich, was dieser Dichter ausdrücken will, aber im nächsten Augenblick entziehen sich seine Texte mit einem listigen Purzelbaum und werden zu sadkowskyschen Wolken, die über unsern Köpfen wunderschön dahinziehn.

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Portrait

Julian Dillier

Julian Dillier, 1922-2001, in Sursee (LU) geboren, aufgewachsen in Sarnen. Nach dem Besuch des Kollegiums Sarnen arbeitete er in Sarnen in der kantonalen Verwaltung, zuletzt als Sekretär des Obwaldner Erziehungsdepartements. Daneben war er als journalistischer Radiomitarbeiter tätig. 1969 verliess er Obwalden und wechselte als Programmredaktor ins Studio Basel des Schweizer Radios, wo er bis zu seiner Pensionierung 1987 wirkte. Er gehört zu den wichtigsten modernen Mundartschriftstellern Obwaldens und weit darüber hinaus. Er war unter anderem vernetzt mit Autoren in der Schweiz, in Österreich, im Elsass, im süddeutschen Raum, im Rheinland und in Luxemburg. So war er etwa Präsident der Gesellschaft für schweizerisches Volkstheater oder des Innerschweizer Schriftstellerverbandes, aber auch des Internationalen Dialektinstituts in Wien.

Portrait

Virgilio Masciadri

Virgilio Masciadri, 1963-2014, in Aarau geboren, studierte in Zürich Klassische und Mittellateinische Philologie und promovierte 1993. Es folgten Lehraufträge an Universität und Gymnasium in Zürich und Aarau. Er arbeitete als Stipendiat des Nationalfonds in Paris an einem Forschungsprojekt zur antiken Mythologie. Daneben schrieb er vor allem Literaturkritiken und Gedichte, wofür er 1990 einen Förderungsbeitrag des Kantons Aarau erhielt.

Publikationen

Virgilio Masciadri

Zeitzünder 6

26,00 CHF

Gespräche zu Fuss

28,00 CHF

Wegen Marianne

28,00 CHF

Schnitzeljagd in Monastero

26,00 CHF

Dämonen im Murimoos

26,00 CHF

Das Lied vom knarrenden Parkett

28,00 CHF
Portrait

Erwin Messmer

Erwin Messmer, 1950, in Staad SG am Bodensee geboren. Er besuchte das Gymnasium in Appenzell und studierte anschliessend Philosophie und Deutsche Literatur an der Universität Freiburg i.Ue. Gleichzeitig erwarb er sich Lehr- und Konzertdiplome für Klavier und Orgel. Es folgten intensive Konzerttätigkeiten als Organist sowie Radio- und CD-Aufnahmen. Daneben schrieb er stets Gedichte, Prosaarbeiten, Essays und Buchkritiken, die in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden.

Sein erster Gedichtband erschien 1992 im orte-Verlag unter dem Titel «Zartes Gespenst Utopie» (in «Zeitzünder 6»), 1998 folgte als fund-orte 11 mit «Das Gelächter der Fahrräder» ein zweiter Gedichtband und 2001 mit «Anleitung zum Brettspiel» (fund-orte 20) ein dritter.

Publikationen

Erwin Messmer

Zeitzünder 6

26,00 CHF

Das Gelächter der Fahrräder

28,00 CHF
Portrait

Alex Sadkowsky

Alex Sadkowsky ist gebürtiger Zürcher und lebt auch heute, wenn nicht gerade auf Reisen, dort. Multimediaschaffender: Malerei, Zeichnung, Radierung, Skulptur, Video, Fotografie, Grafik, Lyrik, Prosa, Filmtexte etc. Erste Gedichte mit 17 Jahren. Ermunterte seinen einzigen und älteren Bruder Stefan (1933 - 1984) zur Literatur. Ab 1957 Reisen und lange Aufenthalte im Ausland, meistens mit Ausstellungen und Lesungen verbunden. orte Nr. 79 ist seiner Lyrik gewidmet. In «Zeitzünder 6» ist «Die Munterkeit des Galans auf dem Glatteis» erschienen (Gedichte, 1992).

Publikationen

Alex Sadkowsky

Zeitzünder 6

26,00 CHF

Ich warte auf den ewigen Sommer

28,00 CHF