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Alexander Xaver Gwerder: Wenn ich nur wüsste, wer immer so schreit. Gesänge gegen die Masse. die blaue Reihe
Alexander Xaver Gwerder

Wenn ich nur wüsste, wer immer so schreit

Gesänge gegen die Masse
1978 84 Seiten
ISBN 978-3-85830-008-9

Die in den 1950er-Jahren in schneller Folge veröffentlichten Gedichte und Prosastücke aus dem Nachlass von Gwerder erlaubten wohl, eine vorläufige Standortbestimmung des Dichters vorzunehmen. Sie wurde jedoch zwangsläufig durch das vorherrschende Zeitbewusstsein der Nachkriegsjahre geprägt. In heutiger Sicht erscheint Gwerders heftige, ätzende, in vielem zweifellos berechtigte Kritik an Staat und Gesellschaft (vorab das Militär und der Literaturbetrieb waren Zielscheiben seiner Angriffe) nicht als einziger Bezugspunkt. Ebenso begegnen wir einer schwierigen Persönlichkeit und einem grossen Dichter, der «entlang deiner Zärtlichkeit» Neues erkundete. Nahezu alle Texte wurden hier zum erstenmal veröffentlicht.

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Portrait

Alexander Xaver Gwerder

Als Alexander Xaver Gwerder, erst 29jährig, am 14. September 1952 in Arles den Freitod wählte, war - abgesehen von zwei Heften («Begegnung» und «Monologe») - nur gerade ein Lyrikbändchen («Blauer Eisenhut») erschienen. Unter dem Eindruck seines gewaltsamen Ablebens bildete sich rasch eine Legende, die aus Gwerder vornehmlich einen unverstandenen Rebellen machte, der einer ihn beengenden Herkunft den Rücken gekehrt hatte, ohne diesen Aufbruch als schöpferische Befreiung von den innern und ässern Fesseln persönlicher Veranlagung und gesellschaftlicher Zwänge zu erleben. Seine «Emigration» verlieh ihm die Züge eines Märtyrers, dem die verhasste Schweiz, die er gerne als «Fallenstellerin Helvetia», als «Land der Vetteln und Vettern» apostophierte, kein Zuhause gewährt hatte. Im orte Verlag erschien von Gwerder «Wenn ich nur wüsste, wer immer so schreit. Gesänge gegen die Masse» (Gedichte).