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Chris Hassler: Schiesst nicht aufs Mondkind

Schiesst nicht aufs Mondkind

fund-orte 26
2006 72 Seiten
ISBN 978-3-85830-137-6

Frech, direk, tagebuchartig, fern von Tabus kommen Chris Hasslers Gedichte daher, die manchmal wie Prosa und dann wieder wie gemeisselt wirken. Keine Frage, da schreibt einer, der das Leben kennt, gern ein volles, nicht ein leeres Glas vor sich auf dem Tresen hat, weibliche Wesen und nicht auf seiner Linie funktionierende Männer verunsichern will, der aufs Telefon pfeift, höchstens mal in einer der wenigen Telefonkabinen von Chur und Umgebung nach dem Hörer greift. Nie würde Chris Hassler aber auf Mondkinder, Sensible und Suchende schiessen, eher auf solche, die immer alles ganz genau wissen. Daher ist «Schiesst nicht aufs Mondkind» ein fund-orte das nicht auf Büchergestellen vermodern darf. Immer wieder sollte es im Bus, in der Strassenbahn, im Zug, auf Wiesen oder in schummrigen Bars zur Hand genommen und wenigstens das eine oder andere gelesen werden. Da ist mehr Leben drin, als Germanisten oder Nur-Akademiker sich je vorstellen können. Wenigstens einige von ihnen. Als Poet hat Chris Hassler eine Sprache gefunden, die seine eigene ist und doch heutiges Lebensgefühl in die Dichtung holt. Er erweitert die Spannweite heutiger Lyrik.

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Portrait

Chris Hassler

Chris Hassler, 1955, lebt in seiner Heimatstadt Chur und schreibt seit 1971 CD-Rezensionen, journalistische Arbeiten sowie Glossen in der Lokalpresse, dazu Lyrik und Prosa, unter anderem in der Schweizer Literaturzeitschrift orte und der Poesie-Agenda des orte Verlages sowie in DAS GEDICHT. Mit «Lily, Flat & Gecko» (Frankfurt 2005) lieferte der Autodidakt sein Romandebüt ab.