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Nr. 134: Man kann nicht immer nur ins Glas schauen und jammern.

«Man kann nicht immer nur ins Glas schauen und jammern.»

Heft Nr. 134
56 Seiten

Bei unseren orte-Redaktionssitzungen geht es meist laut zu und her, wenn wir am Beizentisch die nächsten Nummern planen. An jenem Montagabend jedoch wurde nach einer zündenden Idee, einem neuen, herausfordernden Thema gesucht, und einen Moment wurde es ungewöhnlich still. Der Protokollführer kritzelte etwas auf ein Blatt Papier, die Serviertochter brachte einen Halben Roten und schenkte ein, und als alle einander zuprosteten, sagte Bruno Kümin, relativ neu in der Runde und vor Einfällen nur so sprudelnd: «Man kann nicht immer nur ins Glas schauen und jammern!»

Der Satz schwebte über dem Tisch wie ein farbiger Luftballon, alle schauten ihm bewundernd nach und wussten sogleich: Eben dieser spontan hergesagte,
einprägsame Satz gibt den Titel eines orte-Heftes! Bruno Kümin protestierte zwar zuerst, aber es gab nichts daran zu rütteln; kein grosses Jammern erhob sich, sondern homerisches Gelächter und Freude. Einstimmig und gut gelaunt wurde beschlossen, einige Autorinnen und Autoren, nicht die griesgrämigsten, anzuschreiben und sie aufzufordern, sich etwas einfallen zu lassen zu diesem optimistischen Thema.

Wir Schweizerinnen und Schweizer sind berüchtigt dafür, nicht ungern zu jammern und zu klagen über den Zustand der Welt oder das Wetter oder die Erhöhung der Krankenkassenprämien oder was auch immer uns gerade über die Leber gekrochen ist. Zudem scheint es besonders schwierig zu sein, ausgerechnet im Januarloch etwas Humorvolles, Witziges, Satirisches, Überraschendes zu schreiben. Trotzdem haben wir mehr Beiträge erhalten als erwartet, und das Resultat kann sich sehen respektive lesen lassen, bei einem Glas Wein vielleicht. Und ich gebe es gern zu: Heimlich lache ich mir ins Fäustchen, dass ausgerechnet so viele Frauen Texte eingeschickt haben, sogar aus dem Wiener Weinviertel.

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Redaktion orte Literaturzeitschrift

Redaktion orte Literaturzeitschrift

orte ist eine Literaturzeitschrift für neue Gedichte, Prosa und Essay. Jede Ausgabe enthält einen Schwerpunkt, in dem ein Autor oder eine Autorin, ein Thema oder eine literarische Landschaft vorgestellt wird. orte wurde 1974 von Werner Bucher gegründet und erscheint im gleichnamigen orte Verlag, der auf den 1. Januar 2015 von der Appenzeller Verlag AG übernommen wurde und seither Bestandteil des Verlagshauses Schwellbrunn ist. Die Zeitschrift wird von einer Redaktion in Zürich redigiert.

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