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Ernst Nef: Mach die Linsen scharf

Mach die Linsen scharf

fund-orte 14
1999 44 Seiten
ISBN 978-3-85830-102-4

Mach die Linsen scharf: Der Titel des ersten Gedichtbandes von Ernst Nef scheint bereits zu verraten, worum es in diesen Gedichten gehen könnte. Die Augen öffnen, die Welt durchschauen. Aber der Appenzeller, der im Kanton Zürich lebt, weiss, dass der Titel durchaus anders verstanden werden kann, im Zusammenhang mit Linsengericht. Nef ist alles andere denn ein Programmdichter. Zwar kann er bitterböse sein, handkehrum spielt und schabernackt er aber mit der Sprache, kreiert Wortschöpfungen und macht allfällige Neunmalkluge zum Narren, die glauben, den tieferen Sinn eines Nef-Gedichtes soeben für alle Zeiten entdeckt zu haben. Besser also man freut sich einfach über seine Zeilen: Da «gurgelt» ein Du «im Abfluss», dort wird im Auto gesungen, anderswo «entscheidet die Attraktivität des Slip über die Nachfrage» oder ein «verschollenes Traumtier schleicht truglos mitten ins Herz». Zynisch kann Nef trotzdem sein: «Nimm deinen Hund / an die Leine, schneidiger Jäger / sonst kraul' ich ihm traulich unterm Hals / und jage ihm all die Angst ein / die er vor dir hat». Finden Sie bitte selber heraus, wo Ernst Nef sich fröhlich gibt und wo er mit dem Zeigefinger meint, so nicht, meine Damen und Herren. Auf alle Fälle bereitet es Spass, seine Gedichte zu lesen.

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Portrait

Ernst Nef

Ernst Nef, 1931, in Basel geboren, Bürger von Urnäsch, aufgewachsen in Krefeld (D) und Goldach am Bodensee. Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie in Zürich und London. Von 1956 bis1996 Gymnasiallehrer. Literaturkritiker (NZZ, Weltwoche, Die Zeit), Mitarbeiter bei Radio und Fernsehen. Von 1988-1992 Präsident des Schweizerischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbandes. Lebt heute in Augwil in der Nähe von Zürich. Im orte-Verlag erschien 1999 der Gedichtband «Mach die Linsen scharf» (fund-orte 14).