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Andreas Saurer: Freie Sicht bis Cagliatscha

Freie Sicht bis Cagliatscha

fund-orte 30
2008 68 Seiten
ISBN 978-3-85830-146-8

Saurers Poesie wirkt skizzenhaft und konzentriert zugleich. Ihre Sprache ist meist knapp und präzise, allein die scheinbar einfachen Sätze entfalten bei mehrfachem Lesen eine bald spielerische, bald beklemmende Mehrdeutigkeit. Dabei spiegelt diese Lyrik, wenn auch oft ironisch gebrochen und verfremdet, die Welt in einer erstaunlichen Vielzahl von Aspekten. So führt der Dichter uns in diesem Band mit fünf Kapiteln durch die keineswegs heile Welt seiner heimatlichen Berge und dann in die mitunter eher ungemütliche Stadt Bern, er lässt uns teilhaben an seinen Zweifeln gegen wohlfeile Alltags-Überzeugungen, sinniert über die Liebe und ihr Erlöschen, und schliesslich zeichnet er lakonisch verdichtete Reisebilder, denen man anmerkt, dass der auch als Journalist tätige Lyriker ein wacher und kritischer Beobachter unserer Wirklichkeit ist.

So sammelt sich in diesen schlanken lyrischen Notizen wie in einem Brennglas ein breites, farbenreiches Spektrum von Möglichkeiten heutiger Poesie, das beim Lesen immer wieder aufs Neue fasziniert. Im Herbst 2007 gewann der in Bern lebende Autor den Lyrikpreis der Literaturzeitschrift «orte». Andreas Saurer ist  Auslandredaktor bei der Berner Zeitung und betätigt sich daneben als Vermittler rumänischer Literatur. Für seine Gedichte wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet – höchste Zeit also, dass mit «Freie Sicht bis Cagliatscha» zum ersten Mal eine grössere Auswahl seiner poetischen Texte vorliegt.

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Portrait

Andreas Saurer

Andreas Saurer, 1963, ist in Andeer aufgewachsen. Studium der Neueren Geschichte, Schweizer Geschichte und Neueren deutschen Literatur in Bern, Berlin und Siena. Dann mehrere Jahre bei der «Bündner Zeitung» in Chur tätig, seit 1995 Auslandredaktor mit den Schwerpunkten Italien und Balkan bei der «Berner Zeitung». Er ist Autor der Studie «Modernisierung und Tradition: Das rumänische Dorf 1918 -1989», (Sankt Augustin: Gardez Verlag 2003).

Gedichte von Andreas Saurer erschienen in Anthologien und Zeitschriften in der Schweiz (orte, du, drehpunkt und zündschrift), Rumänien (luceafarul, tribuna, familia, feedback, poezia), Deutschland (moosbrand) und Österreich (literatur und kritik). Beim Berner Lyrikwettbewerb Stauffacher wurden Gedichte von ihm seit 1996 in mehreren Jahren prämiert. 1995 war er Finalist beim Open-Mike Literaturwettbewerb der Literaturwerkstatt Berlin. Für seinen ersten Gedichtband «Berg mit Madonna/Munte cu Madonna» (zweisprachig deutsch/rumänisch, Oradea: Biblioteca Revistei Familia), wurde Andreas Saurer im Herbst 2005 mit dem Debutpreis am internationalen Poesiefestival von Sighetu Marmatiei (Rumänien) ausgezeichnet, und 2007 gewann er den Lyrikpreis der Literaturzeitschrift orte.