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Ein Hans (Hamo) Morgenthaler-Brevier: Dichtermisere. die blaue Reihe
Hans Morgenthaler

Dichtermisere

Ein Hans (Hamo) Morgenthaler-Brevier
1977 80 Seiten
ISBN 978-3-85830-005-8

Der Berner Hans (Hamo) Morgenthaler (1890 - 1928) war der erste Schweizer Dichter, der nicht eine Literatur für Ästheten und Schöngeister erstrebte, sondern von Büchern träumte, die auf ihre Leser wirken «wie rotes, blutendes, nervendurchzucktes Fleisch». Und selbst in seiner hilflosesten Zeile erscheint das Bild eines Mannes, der sich um Wahrhaftigkeit bemühte. Kurt Marti über diesen tragischen Dichter: «Er hatte mit der bürgerlichen Gesellschaft auch das Bildungsbürgertum und dessen sterile Poetik gegen sich.» In diesem Sinne ist Hamo Morgenthaler als Dichter gescheitert. Aber die Linie von Morgenthaler zu den Hippies und Freaks, zur «Neuen Sensibilität» der Amerikaner ist nicht zu übersehen. Das vorliegende, von Georges Ammann zusammengestellte Brevier erlaubt einen Einblick in Morgenthalers leider seit vielen Jahren nur noch Eingeweihten bekanntes Werk. Es soll Anstoss sein, sich vermehrt mit diesem Vergessenen auseinanderzusetzen.

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Portrait

Hans Morgenthaler

Hans (Hamo) Morgenthaler, 1890-1928, geboren als Sohn eines Landanwaltes in Burgdorf. Leidenschaftlicher Alpinist. Studium der Naturwissenschaften an der ETH Zürich. An der Uni Bern Studium der Geologie. 1916 kommt «Ihr Berge» heraus, Stimmungsbilder aus einem Bergsteiger-Tagebuch, mit Federzeichnungen. 1917 Reise nach Südostasien, 1920 kehrt er malariakrank und entmutigt zurück. Trotz fortschreitender Krankheit erscheinen 1921 «Matahari», Stimmungsbilder aus den malayisisch-siamesischen Tropen, 1923 «Ich selbst», Gefühle und 1924 «Woly», Sommer im Süden, Roman. Morgenthaler stirbt in Bern an Lungentuberkulose.