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Markus Somm: Christoph Blocher. Der konservative Revolutionär

Christoph Blocher

Der konservative Revolutionär
2009 528 Seiten
ISBN 978-3-85882-482-0

Christoph Blocher hat die schweizerische Politik der vergangenen Jahrzehnte bestimmt. Keiner hat so viele Gegner gegen sich aufgebracht, keiner so viele Anhänger gewonnen, keiner ist so mächtig geworden. In einem Land, das jeder Anhäufung von Macht misstraut, wo selbst Bundesräte nach ihrem Rücktritt meistens vergessen gehen, geschieht das selten. Blocher, der als Bundesrat abgewählt worden ist, beschäftigt das Land noch immer. Woran liegt das? Dieses Buch geht davon aus, dass Blocher die Schweiz auf Dauer verändert hat. Wie seinerzeit in Amerika ein paar Aussenseiter in der Republikanischen Partei die Reagan Revolution herbeiführten. hat er, der Herausforderer im bürgerlichen Lager, eine konservative Wende ausgelöst. Sie ist nach wie vor im Gang. Mit seiner Schweizerischen Volkspartei SVP hat er die Vorherrschaft des Freisinns gebrochen und die Christdemokraten zur kleinsten bürgerlichen Kraft gemacht. Die alte freisinnige Schweiz, wie sie bis 1989 bestand, hat Blocher zerstört, um sie zu bewahren.

Diese autorisierte Biographie von Christoph Blocher ist mehr als eine Biographie. Sie erzählt die Geschichte eines mittellosen Pfarrerssohns, der zum mächtigsten Politiker des Landes aufstieg. Und sie schildert die Geschichte eines Landes, das sich jahrzehntelang für einen Sonderfall hielt, bis ihm diese Gewissheit plötzlich abhanden kam. Christoph Blocher war einer der wenigen, die widersprachen. Er tut es immer noch.

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Portrait

Markus Somm

Markus Somm, 1965, hat in München, Bielefeld und Zürich Geschichte und in Harvard Politikwissenschaft studiert. Seit gut zehn Jahren schreibt er über Schweizer Politik: zuerst für den Tages-Anzeiger, unter anderem als Bundeshaus­korrespondent in Bern, anschliessend für die Weltwoche. Seit 2010 ist er Chefredaktor der Basler Zeitung, seit 2014 auch deren Verleger. Er lebt mit seiner Familie in der Region Zürich.